
Warum schreibe ich und wie kam es dazu
Schon in meiner Kindheit habe ich mir immerzu Geschichten ausgedacht. Die Geschichten kamen und gingen - sie zogen wie ein einziger Gedanke durch meinen Kopf. Als ich älter wurde schrieb ich einige Geschichten formlos und in Notizform nieder und bis heute ist das so geblieben. Der jetzige Unterschied ist der, dass ich über die Blitzgeschichten gründlich nachdenke, sie analysiere und überlege, ob daraus ein lesenswerter Text verfasst werden kann.
Da fragt man sich doch, warum ich erst mit 52 ein Buch veröffentlicht habe. Der entscheidende Punkt war, dass ich als junger Mensch nie ernsthaft in Erwägung gezogen habe, meine Phantasien in Buchform niederzuschreiben. Das Gegenteil war der Fall: Familie und Beruf brachten mich ganz vom Schreiben weg. Erst im Alter von 43 Jahren sollte sich das ändern. Völlig unerwartet kehrten viele der schnörkellos zusammengefassten Geschichten mit neuen Ideen in mein Leben zurück. In meinen Kopf taten sich plötzlich komplexe Geschichtsideen auf, die sich fast selbstständig zusammenfügten, sodass ich sie eigentlich nur noch aus meinen Gedanken abschreiben musste. So geschah es, dass ich zum ersten Mal meine Gedanken detailliert und geordnet niederschrieb. Der Autor war geboren! Nach einigen Versuchen kam ich zu dem Entschluss, eine meiner älteren Geschichten zu bearbeiten. Während des Schreib- und Veröffentlichungsprozesses stellte ich mir als Christ natürlich oft die Frage, ob es Gott wirklich dient, einen Roman zu schreiben. Tief in meinem Inneren kannte ich die Antwort. Doch ich muss gestehen, dass ich mehr gewillt war mein eigenes Ding durchzuführen. Wenn man mich seinerzeit gefragt hätte, warum ich schreibe, hätte die Antwort gelautet: Ich liebe es einfach zu schreiben. Diese Aussage wäre auch nicht falsch gewesen. Man muss das Schreiben lieben, um sich manchmal Stunden, wenn nicht Tage mit ein und demselben Text zu beschäftigen. Nach meiner ersten Veröffentlichung hat Gott mir liebevoll gezeigt, dass es wichtig ist, die von ihm geschenkten Gaben für seine Zwecke einzusetzen. Und wenn Du mich jetzt fragen würdest, warum ich schreibe, würde ich entschieden sagen: Ich liebe es für Gott zu schreiben.